TBT Trauma Buster Technique

„Next Generation Treatment for Psychological Trauma.“ Rehana Webster

Erinnerungen können nicht ungeschehen werden.
 Aber sie können ihre Macht über unser Leben verlieren.

Wie können Menschen nach schwersten traumatischen Erfahrungen möglichst wirksam, schonend und nachhaltig unterstützt werden?
Aus dieser Frage heraus entwickelte Rehana Webster, Biologin, Anthropologin und NLP-Master, die Trauma Buster Technique (TBT)
– eine innovative Mind-Body-Methode zur Verarbeitung belastender und traumatischer Erinnerungen.
Nach meinem Verständnis richtet die Trauma Buster Technique den Blick nicht in erster Linie auf das Trauma selbst, sondern auf die Fähigkeit des Menschen, auch schwer belastende Erfahrungen zu verarbeiten und in die eigene Lebensgeschichte zu integrieren, wenn das Nervensystem die dafür notwendigen Bedingungen erhält.

Die Methode verbindet Elemente des Neurolinguistischen Programmierens (NLP), hypnotherapeutische Prinzipien, Klopfakupressur und Atemtechniken zu einem ebenso klar strukturierten wie erstaunlich einfachen Vorgehen. Über viele Jahre entwickelte und verfeinerte Rehana Webster TBT in der praktischen Arbeit mit traumatisierten Menschen.

Ein besonderes Merkmal der Methode ist die unmittelbare Arbeit mit dem zentralen Schockmoment einer belastenden Erinnerung.
Ziel ist es nicht, die Vergangenheit zu verändern – sie bleibt Teil der eigenen Biografie. Verändern kann sich jedoch die Art und Weise, wie die Erinnerung im Nervensystem gespeichert und erlebt wird.
Die Erinnerung bleibt erhalten, verliert jedoch ihre überwältigende emotionale und körperliche Reaktionskraft.
Die ehemals traumatische Erinnerung kann so als abgeschlossene Erfahrung in die eigene Lebensgeschichte integriert werden.
Was bleibt, ist die Erinnerung – nicht mehr der Schock. Selbstermächtigung, Lernen und persönliches Wachstum werden wieder möglich.

„Wir können zwar nicht die tatsächliche Erfahrung von etwas verändern, das in der Vergangenheit geschehen ist. Mit TBT sind wir jedoch in der Lage, die Struktur der Gedächtnisinhalte und damit das innere Erleben dieser Erfahrung zu verändern. Die Wirkung der Trauma Buster Technique ist tiefgreifend und dauerhaft.“ Rehana Webster

Besonderer Nutzen – Anwendung

Die Trauma Buster Technique eignet sich für die Arbeit in Therapie, Coaching und psychosozialer Beratung und kann – in angepasster Form – auch zur Selbstfürsorge sowie zum Stress- und Selbstmanagement eingesetzt werden.

Sie unterstützt sowohl die Verarbeitung akuter Belastungsreaktionen als auch lang zurückliegender traumatischer Erfahrungen. TBT kann im Einzel- ebenso wie im Gruppensetting angewendet werden und lässt sich gut mit anderen ressourcen- und körperorientierten therapeutischen Ansätzen verbinden.

Besonders hilfreich kann die Methode auch für Menschen sein, die in psychosozialen, therapeutischen, medizinischen oder veterinärmedizinischen Berufsfeldern sowie bei Polizei, Feuerwehr, Rettungsdiensten oder humanitären Einsätzen tätig sind. Schockierende Bilder, belastende Geräusche oder tief erschütternde Eindrücke können sich im Nervensystem festsetzen und langfristig belasten. TBT bietet hier eine Möglichkeit, diese Erfahrungen schonend zu verarbeiten und die innere Stabilität wiederzufinden.


Sicherheit

Die Wirkungsweise der Trauma Buster Technique erscheint vielen Menschen zunächst ungewöhnlich und weckt verständlicherweise Fragen nach ihrer Sicherheit. Gerade weil TBT häufig so schnell, unmittelbar und zugleich nachhaltig wirkt, begegnen ihr manche Menschen zunächst mit Skepsis.
Belastende Erinnerungen müssen dabei weder ausführlich erzählt noch erneut intensiv durchlebt werden. Im Mittelpunkt steht vielmehr die Unterstützung der natürlichen Selbstregulation des Nervensystems – in einem sicheren und gut dosierbaren Prozess. Die emotionale und körperliche Schockreaktion kann sich dabei häufig schnell und nachhaltig auflösen. Was bleibt, ist die Erinnerung – nicht mehr der Schock.


Entwicklung

Rehana Webster, Biologin und Anthropologin, NLP- und EFT- Master, erlernte das Neurolinguistische Programmieren bei John Grinder, einem der Mitbegründer des NLP, sowie die Emotional Freedom Techniques (EFT) bei Gary Craig.
Über viele Jahre experimentierte sie mit verschiedenen Elementen aus NLP, Hypnotherapie, EFT und Atemtechniken. Auf der Suche nach einer möglichst einfachen und zugleich wirksamen Methode, Menschen bei der Verarbeitung schwerer traumatischer Erfahrungen zu unterstützen, entwickelte sie schließlich die Trauma Buster Technique.
Rehana Webster engagierte sich über viele Jahre in Krisen- und Konfliktregionen, unter anderem in Syrien und Pakistan. Dort arbeitete sie mit Menschen, die Krieg, Flucht, Vertreibung und extreme Gewalt erlebt hatten, mit traumatisierten Kindern, Gefangenen sowie Frauen, die von massiver Gewalt betroffen oder durch sogenannte Ehrenmorde bedroht waren. Diese Erfahrungen prägten die Entwicklung einer Methode, die auch unter schwierigsten Bedingungen wirksam, einfach vermittelbar und kulturübergreifend einsetzbar ist.

Rehana Websters Webseite:
https://www.traumabustertechnique.com/

Maya de Vries' Webseite:
https://www.tbt-workshops.de/

Demo-Video "Nach den Bomben": Rehana Webster wurde von der Association Sourires de Femmes (ASDF) nach Beirut eingeladen, um dort syrischen Flüchtlingen zu helfen, Traumata zu bewältigen. Sie brachte ihnen TBT bei, zur Selbsthilfe und zur Hilfe für andere.
https://www.youtube.com/watch?v=QgpvPs7tGhE

Mehr lesen: Rehana Webster

Trauma lindern – ohne Grenzen

Rehana Webster ist eine international tätige Traumatherapeutin und Ausbilderin, deren Arbeit weltweit von Gesundheitsdiensten, sozialen Organisationen und Menschenrechtsinitiativen nachgefragt wird.

Mit großem persönlichem Engagement reist sie immer wieder in abgelegene und schwer erreichbare Regionen der Welt, um Ärztinnen und Ärzte, Gesundheitsfachkräfte, Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter sowie weitere Helfende in der Trauma Buster Technique auszubilden. Ihr Anliegen ist es, dass auch Menschen Zugang zu wirksamer traumatherapeutischer Unterstützung erhalten, die aufgrund von Krieg, Flucht, Naturkatastrophen oder begrenzten finanziellen Ressourcen kaum Zugang zu psychotherapeutischer Versorgung haben.

Heute wird die Trauma Buster Technique in zahlreichen Krisenregionen der Welt eingesetzt. So bildete Rehana Webster unter anderem Fachkräfte in Jordanien und im Libanon aus, um traumatisierte Menschen in großen Flüchtlingslagern begleiten zu können. Auch in Pakistan und auf den Philippinen vermittelte sie die Methode an Mitarbeitende von Kliniken, Nichtregierungsorganisationen sowie an Polizei- und Rettungskräfte.

Nach kollektiv erlebten Naturkatastrophen kam die Trauma Buster Technique zudem in Gruppen- und Großgruppenformaten zum Einsatz.
Auf diese Weise konnten viele betroffene Menschen dabei unterstützt werden, belastende traumatische Erfahrungen zu verarbeiten und die Folgen extremer Belastungen zu verringern.

Für mich spiegelt dieses internationale Engagement einen Gedanken wider, der mich an der Trauma Buster Technique besonders berührt: Psychologische Hilfe sollte nicht vom Wohnort, von finanziellen Möglichkeiten oder vom Zugang zu spezialisierten Versorgungssystemen abhängen. Sie sollte möglichst vielen Menschen zugänglich sein – gerade dort, wo sie am dringendsten gebraucht wird.

Mehr lesen: Neurowissenschaftlicher Hintergrund

In den vergangenen Jahren hat die neurowissenschaftliche Forschung unser Verständnis davon erweitert, wie sich belastende Erinnerungen verändern können.
Lange ging man davon aus, dass traumatische Erinnerungen dauerhaft im Gehirn gespeichert bleiben und lediglich durch neue, sicherheitsvermittelnde Erfahrungen überlagert werden. Neuere Erkenntnisse weisen jedoch darauf hin, dass Erinnerungen beim Wiederaufruf erneut formbar werden können. Dieser Prozess wird als Gedächtnisrekonsolidierung (Memory Reconsolidation) bezeichnet.

Eine vielbeachtete Studie von Forschenden der École Polytechnique Fédérale de Lausanne (EPFL), veröffentlicht 2018 in der Fachzeitschrift Science, legt nahe, dass bei der Veränderung einer Angst-Erinnerung dieselben Nervenzellverbände beteiligt sind, in denen diese Erinnerung ursprünglich gespeichert wurde.
Ein Sprecher der Forschungsgruppe formulierte dies so:

„Was wir zeigen können, ist, dass bei der Behandlung einer traumatischen Erinnerung nicht zwischen zwei unterschiedlichen Gedächtnisspuren vermittelt wird, sondern dass es sich vielmehr um ein Überschreiben der ursprünglichen Gedächtnisspur der Angst in Richtung Sicherheit handelt.“

Diese Ergebnisse stammen aus einem Tiermodell und lassen sich nicht unmittelbar auf die Behandlung traumatisierter Menschen übertragen.
Nach meinem Verständnis steht diese Forschung in einem spannenden Einklang mit dem Grundgedanken der Trauma Buster Technique: Nicht das Umfeld einer Erinnerung wird verändert, sondern die emotionale und körperliche Reaktion auf die Erinnerung selbst. Die Erinnerung bleibt erhalten – ihre überwältigende Wirkung kann sich jedoch grundlegend verändern.
Mit anderen Worten: Belastende Erinnerungen können unter bestimmten Bedingungen nicht nur abgeschwächt, sondern in ihrer neuronalen Repräsentation tatsächlich verändert werden. Nachhaltige Veränderung wird möglich, wenn die belastende Erinnerung selbst in einem sicheren und gut regulierten Prozess verarbeitet werden kann.

https://www.tbt-workshops.de/news-letter/