Zu mir und meiner Ausbildung
Therapeut: griech. therápōn (θεράπων) ‘Diener, Helfer, Gefährte’. (Etymologisches Wörterbuch des Deutschen)
Schon früh habe ich gespürt, dass meine Sensitivität und meine eigene Biografie meinen Blick auf Menschen prägen – einen Blick, der nicht nur danach fragt, was ein Mensch erlebt hat, sondern auch danach, was in ihm lebendig werden will.
Dabei ist eine kultur-, trauma- und klimasensible Arbeit für mich von besonderer Bedeutung.
Die psychischen und psychosozialen Auswirkungen der Klimakrise und anderer ökologischer Veränderungen werden aus meiner Sicht bislang noch zu wenig wahrgenommen. Ängste, Trauer, Ohnmachtsempfinden oder Wut können verständliche Reaktionen auf eine reale, kollektive und globale Bedrohungslage sein. Menschen im Umgang mit diesen Belastungen zu unterstützen und gemeinsam Wege zu finden, handlungsfähig und verbunden zu bleiben, ist mir ein besonderes Anliegen.
Mein beruflicher Hintergrund
Als studierte Erziehungswissenschaftlerin, M.A. Erziehungswissenschaften, Psychologie und Italienische Literatur,
und Heilpraktikerin für Psychotherapie arbeite ich als Therapeutin und Coach im Einzel- und Gruppensetting sowie als Fortbildnerin.
Mich faszinieren neue Ansätze, wissenschaftliche Erkenntnisse und unterschiedliche Zugänge zu Entwicklung und Veränderung – und ich durfte dabei von inspirierenden Lehrerinnen und Lehrern lernen. In meiner Arbeit verbinde ich Intuition und Empathie mit wissenschaftlicher Neugier und der Offenheit für Erkenntnisse aus Forschung und Praxis. Dabei leitet mich ein tiefer Respekt vor der Einzigartigkeit eines jeden Menschen und das Vertrauen in die Ressourcen und Entwicklungsmöglichkeiten, die in uns liegen – auch wenn sie manchmal erst wiederentdeckt und zugänglich werden wollen.
Neugier und Offenheit sind für mich wesentliche Voraussetzungen für Entwicklung – beruflich wie persönlich. Ich möchte mir die Freude am Entdecken und die Bereitschaft zum Weiterlernen bewahren, scheinbare Gewissheiten hinterfragen und neue, unkonventionelle Perspektiven willkommen heißen.
Oder, wie es Dirk Steffens in seinen Naturdokumentationen so treffend formulierte: „Bleiben Sie fasziniert.“ Dieser Satz könnte durchaus ein Lebensmotto von mir sein. Im Folgenden möchte ich Ihnen einige Ansätze und Menschen vorstellen, die meine Arbeit besonders geprägt haben.
Hypnosystemik
Von Dr. med. Dipl. rer. pol. Gunther Schmidt, Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Gründer und Leiter des Milton-Erickson-Instituts Heidelberg und Direktor der sysTelios Klinik für Psychotherapie und psychosomatische Medizin, erhielt ich meine Zertifizierung in Hypnosystemischem Coaching für Individuen, Teamentwicklung und Organisationsberatung.
Ich schätze es sehr, von ihm gelernt zu haben – und immer noch zu lernen.
Psychoenergetische Verfahren – Klopfakupressur
Bifokal-Multisensorische Interventionen (BFMI)
Methoden der Energetischen Psychologie und Psychotherapie zur emotionalen Stressregulation und zur Stärkung der Selbstregulation bilden heute einen wesentlichen Schwerpunkt meines therapeutischen Ansatzes. In diesem Bereich habe ich mich fundiert weitergebildet, bin als Practitioner zertifiziert und verfüge über langjährige praktische Erfahrung.
Wichtige fachliche und menschliche Impulse erhielt ich durch Maya de Vries, die selbst von Gary Craig, dem Begründer der Emotional Freedom Techniques (EFT), ausgebildet wurde und zu den wenigen von ihm ernannten EFT-Mastern im deutschsprachigen Raum gehört. Bei ihr absolvierte ich meine Zertifizierungen als
EFT – Emotional Freedom Techniques Practitioner
mit den Schwerpunkten EFT & Trauma und EFT & Sucht
sowie als
TBT – Trauma Buster Technique Practitioner.
Maya de Vries erlernte die TBT unmittelbar bei Rehana Webster, der Entwicklerin dieser Methode.
https://www.traumabustertechnique.com
TTT – Trauma Tapping Technique Practitioner
Meine Zertifizierung erhielt ich bei Gunilla Hamne und Ulf Sandström, den Gründer*innen des Peaceful Heart Network in Stockholm. Besonders verbunden fühle ich mich ihrem Anliegen, wirksame Methoden der Stressregulation möglichst vielen Menschen zugänglich zu machen – einfach, kulturübergreifend und unabhängig von Herkunft, Sprache oder finanziellen Möglichkeiten.
Polyvagal-informierte Arbeit
Die Beschäftigung mit der Polyvagaltheorie nach Stephen Porges und ihrer Übertragung in die therapeutische Praxis, insbesondere durch Deb Dana, hat mein Verständnis dafür vertieft, wie grundlegend das Erleben von Sicherheit, die Regulation des autonomen Nervensystems und die Erfahrung von Verbundenheit für psychisches Wohlbefinden und Veränderungsprozesse sind.
Dabei verstehe ich die Polyvagaltheorie nicht als abschließendes Erklärungsmodell, sondern als einen hilfreichen Bezugsrahmen, der meine therapeutische Wahrnehmung und Praxis bereichert.
Tiefenökologie & Psychologie des Herzens
Der Mensch ist Natur.
Wir sind Teil eines lebendigen Geflechts, verbunden mit anderen Menschen, mit Tieren, Pflanzen und der natürlichen Welt, die uns umgibt und trägt. Psychisches wie körperliches Leiden kann für mich auch dort entstehen, wo diese Verbundenheit brüchig wird oder verloren geht. Entwicklung und Heilung verstehe ich deshalb immer auch als ein Wieder-in-Beziehung-Kommen – mit uns selbst, mit anderen und mit unserer Mitwelt.
Die Sorge um das Klima und unsere Mitgeschöpfe ist für mich deshalb nicht von der Sorge um den Menschen zu trennen. Sie berührt die Frage, wie wir miteinander und mit unserer Mitwelt leben wollen – und welche Lebensbedingungen wir anderen Lebewesen und kommenden Generationen hinterlassen.
Meine Suche nach einem Verständnis von Heilung, das individuelle, soziale, kulturelle und ökologische Zusammenhänge zusammendenkt, führte mich nach Bali und in die Schweiz zu Dr. Margret Rueffler, Gründerin des PsychoPolitical Peace Institute und der Lagu Damai Foundation.
Dort vertiefte ich mich in die Psychologie des Herzens und die Psychologie der Nationen, beide auf der Psychosynthese basierend, sowie in achtsamkeitsbasierte, naturverbundene Transformationsarbeit, die individuelle, kollektive und ökologische Heilungsprozesse miteinander verbindet.
https://lagudamaibali.wordpress.com/
Tiefe Inspiration erhalte ich auch durch die Beschäftigung mit dem Werk Joanna Macys, einer Pionierin der Tiefenökologie. Ein Gedanke von ihr begleitet mich seit vielen Jahren:
„Die Ressourcen, die wir brauchen, sind im Netzwerk des Lebens, das uns verbindet, präsent“. Joanna Macy
Was mich sonst noch inspiriert
Ich habe Freude an vielen „schönen Dingen“ und schöpfe Kreativität und Kraft aus Kunst, Literatur, spirituellen Texten und meinen Reisen. Erdung und Ruhe finde ich in der Natur, in der Begegnung mit meinem Pferd – und in der Verbindung zu Sardinien, der Heimat meines Vaters.
Persönliches
Ich lebe seit vielen Jahren mit meinem Partner in Berlin-Kreuzberg und bin Mutter einer erwachsenen Tochter.
Zwischen den sanften Hügeln Rheinhessens und den kargen Felsen und dem Meer Sardiniens liegen meine Wurzeln. Unterschiedliche Landschaften, Kulturen und Lebenswelten haben meinen Blick für Menschen und ihre Geschichten geprägt. Besonders Sardinien hat mich früh die Schönheit, aber auch die Verletzlichkeit natürlicher Lebensräume erfahren lassen – und die erstaunliche Kraft, mit der sich Natur immer wieder erneuert.
Gunther Schmidt – Milton-Erickson-Institut Heidelberg:
- Hypnosystemische Ansätze für Coaching, Teamentwicklung und Organisationsberatung
- Traumata als Lerncurriculum: Vom Trauma zu befreitem, erfüllendem Leben. Hypnosystemische Traumatherapie
- Sucht als Such-Kompetenz
- Borderline-"Störungen" - Borderline-Kompetenzen?
- Selbsthypnose, Selbstmanagement und hypno-systemische Imaginationstechniken
- Spiritualität und Hypnosystemik
- Der Strom der Herkunftsfamilie als Kraftfeld - kompetenz- und lösungsfokussiernde Arbeit mit der Herkunftsfamilie
Nora Bateson, Stephen Gilligan, Gunther Schmidt:
- Mind and Nature - Geist und Natur!? Bezogene Individuation als konstruktive Interaktion zwischen Natur und Geist, Seele und Körper
Maya de Vries:
- EFT Emotional Freedom Techniques Practionier (incl. EFT und Trauma, EFT und Sucht)
- EFT und Archetypen
- TBT Trauma Buster Technique Practitioner
Gunilla Hamne, Ulf Sandström – Peaceful Heart Network:
- TTT Trauma (or Tension) Tapping Technique Practitioner
Kongress „Reden reicht nicht“ – Bifokal-Multisensorische Interventionstechniken (2025) - Von Ohnmacht zu Selbstwirksamkeit in herausfordernden Zeiten:
- Gunther Schmidt: Von Skulptur- und Aufstellungs-Konzepten zu Systemchoreographien
- Antonia Pfeiffer, Beverly Jahn, Florian Beißner, Gunther Schmidt: "Was ist dran an der Polyvagal-Theorie und an der Kritik an ihr?"
- Michael Bohne: PEP - ("Prozess- und Embodimenfokussierte Psychologie"): "PEP forte - ein Antidepressivum. welches die Behandlung von Menschen mit Depressionen erleichtert" - "Wenn Reden nicht nur nicht reicht, sondern stört, belastet oder kontraindiziert ist"
Internationaler Polyvagal-Kongress des Polyvagal Insitut (2024): Polyvagal-Theorie und Familie - Sicherheit und Verbundenheit finden
Traumatherapeutische Fortbildungen, u. a. bei
- Michaela Huber: "Täterintrojekte" - anfreunden mit dem 'Feind im Innern'
- Cordula Denkmann: Traumapädagogische Ansätze für die Arbeit mit Geflüchteten
Klaus Mücke - Ökosysteme Insitut Potsdam: Sytemisch-Hypnotherapeutische Beratung und Psychotherapie
Centro Hípico, Oberkrämer: Pferdegestützte Psychotherapie
Weitere berufliche Erfahrungen
Neben meiner Tätigkeit als Therapeutin und Coach habe ich über viele Jahre in unterschiedlichen pädagogischen, psychosozialen und beratenden Feldern gearbeitet und auch daraus viele bereichernde Erfahrungen und neue Perspektiven mitgenommen.
Dabei habe ich Menschen in ganz verschiedenen Lebens- und Arbeitszusammenhängen begleitet – in der Einzelarbeit ebenso wie Familien, Gruppen, Teams und Leitungskräfte.
Ich war in der aufsuchenden Familientherapie und im Elterncoaching tätig und habe Menschen im Rahmen von systemischem Gesundheits- und Job-Coaching begleitet.
Als Coachin für Existenzgründerinnen begleitete ich vor allem Frauen mit Migrationsbiografie aus kreativen und künstlerischen Bereichen dabei, eigene Perspektiven für eine berufliche Selbstständigkeit zu entwickeln.
Ein weiterer Schwerpunkt meiner beruflichen Tätigkeit lag über viele Jahre in Ausbildung, Fortbildung und Qualifizierung.
Als Lehrerin und Dozentin an sozialpädagogischen Fachschulen und für Bildungsträger habe ich angehende pädagogische Fachkräfte unterrichtet und sie bei Facharbeiten und Prüfungskolloquien begleitet, Seminare entwickelt und durchgeführt.
Besonders am Herzen lagen und liegen mir dabei Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE), Ökologie und die Mensch-Tier-Natur-Beziehung sowie die Frage, wie wir Verbundenheit mit unserer Mitwelt erfahren und in pädagogischen Zusammenhängen lebendig werden lassen können.
Ebenso wichtig war mir, Bindungstheorie und familiale Beziehungen insbesondere im interkulturellen Kontext zu reflektieren und dabei den Zusammenhang von Bindung, Beziehung und Bildung in den Blick zu nehmen – insbesondere die Bedeutung sicherer Bindungen und tragfähiger Beziehungen für kindliche Entwicklungs- und Bildungsprozesse. Damit verbunden war für mich immer auch die Zusammenarbeit mit Eltern und anderen wichtigen Bezugspersonen.
Ich habe mich immer für Ideen- und Konzeptentwicklung begeistert – und für die Frage, wie gute Bedingungen für Entwicklung gestaltet werden können.
So gehören auch Konzept- und Curriculumentwicklung sowie die Entwicklung pädagogischer Angebote und Bildungsgänge sowie Konzeption und Durchführung von Workshops zu meinem beruflichen Erfahrungsschatz.
Dabei interessiert mich bis heute beides: den einzelnen Menschen mit seiner Geschichte, seinen Erfahrungen und Möglichkeiten wahrzunehmen – und zugleich die Beziehungen, Lebenswelten und größeren Zusammenhänge mitzudenken, in denen Entwicklung und Veränderung möglich werden.