Coaching
Im Coaching richten wir den Blick auf das, was in Ihnen wirksam werden möchte: auf Kompetenzen, die vielleicht in den Hintergrund geraten sind, auf Ressourcen, die gestärkt werden können, und auf Ziele, die Klarheit und Entschlossenheit verdienen.
Auch innere Spannungen oder Krisen können Wendepunkte sein – hin zu mehr Selbstführung, innerer Stabilität und einer stimmigen, kraftvollen Gestaltung Ihres beruflichen oder persönlichen Weges.
Es geht nicht darum, „jemand anders“ zu werden.
Sondern darum, das Eigene klarer zu erkennen, gezielter einzusetzen und wirksam in die Welt zu bringen.
Nicht das Fehlende bestimmt den Blick, sondern das, was in Ihnen wachsen will.
Was Sie heute bewegt, kann sich entfalten – wie ein Strom, der Klarheit gewinnt und seinen eigenen Lauf findet.
In der Praxis überschneiden sich Coaching und Therapie häufig. Die Übergänge sind fließend, und oft greifen beide Formen sinnvoll ineinander.
Formal betrachtet wird Psychotherapie meist dann definiert, wenn es um die Behandlung von Beschwerden mit sogenanntem Krankheitswert geht. Sie ist an diagnostische Konzepte von „Gesundheit“ und „Erkrankung“ gebunden und verfolgt das Ziel, Leiden zu lindern oder Symptome zu reduzieren.
Vereinfacht gesagt wird Psychotherapie beschrieben als ein geplanter, professioneller Prozess, in dem mit psychologischen Mitteln – vor allem durch Gespräch, aber auch durch körper- und erlebnisorientierte Methoden – an belastenden Symptomen und inneren Mustern gearbeitet wird.
Coaching hingegen richtet sich nach der formalen Sichtweise an Menschen ohne diagnostizierte psychische Erkrankung. Es dient der persönlichen Entwicklung, Orientierung, Stabilisierung und Prävention. Auch aus diesem Grund übernehmen Krankenkassen in der Regel ausschließlich Kosten für psychotherapeutische Behandlungen im engeren Sinn und für die definierten Richtlinienverfahren.
Aus einer systemisch-konstruktivistischen, ressourcen- und kompetenzorientierten Perspektive sehe ich die strikte Trennung zwischen Therapie und Coaching kritisch.
Warum? Weil solche Unterscheidungen im Grunde auf Bewertungen beruhen – auf der Einordnung dessen, was als Defizit, Störung oder Abweichung von der Norm gilt. Diese Zuschreibungen werden dabei der Person oder ihrer Persönlichkeit zugeschrieben.
Nach meinem Verständnis ist dies jedoch vor allem eine Frage des Kontextes, nicht der persönlichen Eigenschaft: Was in einem Lebenszusammenhang sinnvoll, verständlich oder sogar eine Stärke sein kann, wird in einem anderen Kontext als problematisch, unangepasst oder „nicht normal“ bewertet. Verhalten ist also nicht per se "richtig" oder "falsch" – "normal" oder "nicht normal" - "gesund" oder "krank": Es entsteht auf hoch kompetente und kreative Weise in der Beziehung zu den Umständen, Erfahrungen und Lebensbedingungen eines Menschen.
Symptome sind in Wahrheit unsere Orientierung. Symptome zeigen uns, wo wir mit der Konsensus-Realität kollidieren, und somit müssen wir lernen, damit zu arbeiten. Ernest L. Rossi
Eine stark defizit- und pathologieorientierte Sicht auf Psychotherapie kann zudem dazu führen, dass Menschen zögern, sich Unterstützung zu suchen. Viele empfinden die implizite Unterstellung von „Defiziten“ oder „Störungen“ zu Recht als beschämend oder abwertend – und bleiben dadurch mit ihrem Leid allein.
Gleichzeitig ist mir bewusst, dass diese Unterscheidungen gesellschaftlich, rechtlich und institutionell weiterhin bestehen.
Für unsere Zusammenarbeit bedeutet das deshalb vor allem eines: Unabhängig davon, wie Sie Ihr Anliegen selbst beschreiben – ob als Behandlung einer psychischen Erkrankung, als Sehnsucht nach Heilung, als Entwicklungsprozess oder als Coaching zur Klärung neuer Perspektiven – gehe ich konsequent von Ihren vorhandenen Kompetenzen, Ressourcen und Ihrer inneren Fähigkeit zur Selbstermächtigung aus.
Dabei verliere ich Ihr mögliches Leiden nicht aus dem Blick. Beides darf nebeneinander stehen:
Würdigung dessen, was Sie blockieren oder schmerzen mag – und Vertrauen in das, was Sie trägt und wachsen lässt.
Coaching
Coaching eignet sich nach demnach besonders für Menschen, die ihre Ressourcen stärken, Orientierung gewinnen oder Entwicklungsprozesse bewusst gestalten möchten.
Mögliche Anliegen können sein:
- Selbstfürsorge, Stabilisierung und Prävention, z.B. Burn-Out-Prophylaxe
- Rückfallprophylaxe und Reha-Nachsorge
- Performance- und Belastungscoaching, Prüfungsangst, Lampenfieber
- Gesundheitscoaching, z.B. Gewichtsreduktion
- Berufliche und persönliche Entwicklung
- Biografiearbeit und Standortbestimmung
Auch hier lade ich Sie herzlich zu einem unverbindlichen Erstgespräch ein.