Therapie

Therapie: griech. θεραπεία; lat. therapia
„Die ursprüngliche Bedeutung des griechischen Wortes θεραπεία ist ‘Dienstʼ, ‘Achtungsbezeugungʼ, vor allem gegenüber den Göttern (...) umfasst später auch andere Dienste, z.B. der Pflege, Betreuung (...), auch die Sorge für Leib und Seele ...“ (Historisches Wörterbuch der Philosophie online)

Ich begegne Ihnen nicht aus der Perspektive von Defiziten, sondern mit Vertrauen in Ihre Kompetenzen und Ressourcen:
Was heute belastet, ist oft eine sinnvolle Reaktion auf frühere oder aktuelle Lebenskontexte – und der Ausgangspunkt für Selbstermächtigung, Entwicklung und Heilung.

Ich sehe nicht (nur) das, was scheinbar fehlt,
 sondern (vor allem) das, was in Ihnen lebendig ist und sich ausdrücken möchte. 


Das, was heute schmerzt und einengt, gehört oft zu einer Bewegung in innere Weite, Sinn und Verbundenheit.

Manchmal ist ein Symptom nicht das Hindernis auf dem Weg – 
sondern der Wegweiser.

Mehr lesen: Coaching oder Therapie – wo liegt der Unterschied?

In der Praxis überschneiden sich Coaching und Therapie häufig. Die Übergänge sind fließend, und oft greifen beide Formen sinnvoll ineinander.

Formal betrachtet wird Psychotherapie meist dann definiert, wenn es um die Behandlung von Beschwerden mit sogenanntem Krankheitswert geht. Sie ist an diagnostische Konzepte von „Gesundheit“ und „Erkrankung“ gebunden und verfolgt das Ziel, Leiden zu lindern oder Symptome zu reduzieren.
Vereinfacht gesagt wird Psychotherapie beschrieben als ein geplanter, professioneller Prozess, in dem mit psychologischen Mitteln – vor allem durch Gespräch, aber auch durch körper- und erlebnisorientierte Methoden – an belastenden Symptomen und inneren Mustern gearbeitet wird.

Coaching hingegen richtet sich nach der formalen Sichtweise an Menschen ohne diagnostizierte psychische Erkrankung. Es dient der persönlichen Entwicklung, Orientierung, Stabilisierung und Prävention. Auch aus diesem Grund übernehmen Krankenkassen in der Regel ausschließlich Kosten für psychotherapeutische Behandlungen im engeren Sinn und für die definierten Richtlinienverfahren.

Aus einer systemisch-konstruktivistischen, ressourcen- und kompetenzorientierten Perspektive sehe ich die strikte Trennung zwischen Therapie und Coaching kritisch.

Warum?
 Weil solche Unterscheidungen im Grunde auf Bewertungen beruhen – auf der Einordnung dessen, was als Defizit, Störung oder Abweichung von der Norm gilt. Diese Zuschreibungen werden dabei der Person oder ihrer Persönlichkeit zugeschrieben.

Nach meinem Verständnis ist dies jedoch vor allem eine Frage des Kontextes, nicht der persönlichen Eigenschaft:
 Was in einem Lebenszusammenhang sinnvoll, verständlich oder sogar eine Stärke sein kann, wird in einem anderen Kontext als problematisch, unangepasst oder „nicht normal“ bewertet. Verhalten ist also nicht per se "richtig" oder "falsch" – "normal" oder "nicht normal" -  "gesund" oder "krank": Es entsteht auf hoch kompetente und kreative Weise in der Beziehung zu den Umständen, Erfahrungen und Lebensbedingungen eines Menschen.
Eine stark defizit- und pathologieorientierte Sicht auf Psychotherapie kann zudem dazu führen, dass Menschen zögern, sich Unterstützung zu suchen. Viele empfinden die implizite Unterstellung von „Defiziten“ oder „Störungen“ zu Recht als beschämend oder abwertend – und bleiben dadurch mit ihrem Leid allein.

Gleichzeitig ist mir bewusst, dass diese Unterscheidungen gesellschaftlich, rechtlich und institutionell weiterhin bestehen.

Für unsere Zusammenarbeit bedeutet das deshalb vor allem eines:
 Unabhängig davon, wie Sie Ihr Anliegen selbst beschreiben – ob als Behandlung einer psychischen Erkrankung, als Sehnsucht nach Heilung, als Entwicklungsprozess oder als Coaching zur Klärung neuer Perspektiven – gehe ich konsequent von Ihren vorhandenen Kompetenzen, Ressourcen und Ihrer inneren Fähigkeit zur Selbstermächtigung aus.

Dabei verliere ich Ihr mögliches Leiden nicht aus dem Blick.
 Beides darf nebeneinander stehen:

Würdigung dessen, was schmerzt – und Vertrauen in das, was Sie trägt und wachsen lässt.

Therapie

Wenn Sie unter einer definierten psychischen Belastung oder einem diagnostizierten Störungsbild leiden, kann ich Sie therapeutisch begleiten.
 Hypnosystemische und insbesondere psychoenergetische Methoden haben sich als hilfreich erwiesen bei Themen, die mit starker innerer Anspannung (körperlichem und emotionalem Arousal) einhergehen, z.B. bei:

Auch bei den folgenden Diagnosen und Belastungen kann ich Sie unterstützen:

  • Depression und Burnout
  • Mobbing-Erfahrungen

Die Klopf- in Kombination mit hypnosystemischen Methoden können dabei sowohl seelisches Leid als auch körperliche Begleitreaktionen spürbar lindern.

Zu einem unverbindlichen Erstgespräch kontaktieren Sie mich gern hier.