Hochsensible

Hochsensibilität – den eigenen Platz finden

Ein Entwicklungs- und Resonanzraum für Menschen mit feiner Wahrnehmung.

„Sei doch nicht so empfindlich.“


„Du bist einfach übersensibel.“


„Du musst dir ein dickeres Fell zulegen.“

Haben Sie solche Sätze als Kind oder auch später immer wieder gehört?
Vielleicht haben Sie sich dadurch oft als „anders“ erlebt. Vielleicht entstand das Gefühl, mit Ihnen stimme etwas nicht.

Manche Menschen beginnen, ihre feine Wahrnehmung zu verstecken oder an sich selbst zu zweifeln. Nicht selten bleiben Scham, Selbstkritik oder das Bemühen zurück, sich anzupassen und den Erwartungen anderer gerecht zu werden.

Dieses Gruppenangebot richtet sich an Menschen, die sich selbst als hochsensibel erleben – unabhängig davon, ob dies wissenschaftlich beschrieben oder diagnostisch eingeordnet wurde.

Im Mittelpunkt steht ein anderer Blick auf Hochsensibilität.
Nicht die Frage:
„Wie werde ich weniger empfindlich?“ Oder: "Wie kann ich mich besser schützen?"
Sondern:
„Wo finde ich Menschen, Beziehungen und Lebensräume, in denen meine Sensibilität Resonanz erfährt, willkommen ist und gewürdigt wird?“
Denn ob eine Eigenschaft als Defizit oder als Kompetenz bewertet wird, hängt nicht von der Person ab. Es ist immer – und vor allem – eine Frage des Kontextes: der Menschen, Beziehungen und Lebensräume, in denen wir uns bewegen.

Was in einem Umfeld als „überempfindlich“ erscheint, kann in einem anderen eine wertvolle Fähigkeit sein: ein feines Gespür für die Befindlichkeiten anderer Menschen, Tiere und anderer Mitgeschöpfe, eine ausgeprägte Intuition, Kreativität sowie die Fähigkeit, Zwischentöne, Stimmungen und komplexe Zwischentöne, Stimmungen und komplexe Zusammenhänge wahrzunehmen.

Hochsensibilität verstehen wir in dieser Gruppe deshalb nicht nur als feine Wahrnehmung, sondern als besondere Fähigkeit zur Resonanz – mit sich selbst, mit anderen Menschen, mit Tieren und anderen Mitgeschöpfen sowie mit der Welt, die uns umgibt.

Die eigene Sensibilität verstehen. Resonanz erleben. Den eigenen Platz finden.

Gemeinsam erkunden wir, welche Erfahrungen Ihr Bild von Ihrer Sensibilität geprägt haben. Verletzende Botschaften und Erfahrungen dürfen gesehen, ernst genommen und gewürdigt werden. Gleichzeitig entwickeln wir neue Perspektiven, die eigene Sensibilität als wertvolle Kompetenz zu verstehen und ihr einen guten Platz im eigenen Leben zu geben.

Dabei beschäftigen wir uns unter anderem mit folgenden Fragen:

Wie kann ich meiner Wahrnehmung wieder vertrauen?
Welche Beziehungen nähren mich – und welche erschöpfen mich?
Wie gelingt Verbindung, ohne mich selbst zu verlieren?
Welche Rahmenbedingungen brauche ich im Beruf, im Studium oder in der Ausbildung, damit meine Fähigkeiten zur Entfaltung kommen?
Wie kann ich Grenzen setzen, ohne mich zurückziehen zu müssen?
Wie kann ich meine Sensibilität als Kompetenz leben und zum Wohl anderer einbringen?

Die Gruppe versteht sich als Erfahrungs-, Entwicklungs- und Resonanzraum. Ein Ort, an dem Verbindung entstehen darf – zu sich selbst und zu anderen Menschen, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben.
Denn viele Menschen sehnen sich nicht danach, weniger sensibel zu sein. Sie sehnen sich danach, mit ihrer Art zu fühlen, wahrzunehmen und in Beziehung zu gehen verstanden und in ihrer Würde anerkannt zu werden.

Wir orientieren uns an Judith Orloffs: Wenn dir alles unter die Haut geht. Das Überlebensbuch für Empathen und Hochsensible. München, 2017/2020. Original: The Empath's Survival Guide. Boulder, Colorado, USA, 2017.
Die Arbeit mit den Selbsthilfe - und (Über-)Lebensstrategien aus dem Buch werden erweitert und bereichert mit hypnosystemischen und psychoenergetischen Methoden.

Eine Wildblume würde sich in einem gepflegten englischen Rasen vermutlich als „fehl am Platz“ erleben. Auf einer artenreichen Wiese hingegen wäre sie genau das, was sie ist: ein wertvoller und unverzichtbarer Teil des Ganzen.
Vielleicht verhält es sich mit unserer Sensibilität ähnlich. Nicht immer müssen wir uns verändern. Manchmal brauchen wir Menschen, Beziehungen und Lebensräume, in denen unsere Art zu fühlen, wahrzunehmen und in Resonanz zu gehen willkommen ist und gewürdigt wird. Dann kann aus dem Gefühl, nicht "zu passen", die Erfahrung entstehen, den eigenen Platz zu finden.

Kosten
60 € pro Person und Einheit

Dauer: 120 Minuten
Kostenloser Informationsabend: auf Anfrage